• Zielgruppen
  • Suche
 

Kulturelle Formationen des Lernens. Zum Lernen deutscher Expatriates in kulturdifferenten Arbeitskontexten in China

Projektleitung: Prof. Dr. Steffi Robak

Publikation beim Waxmann Verlag

 

Die Habilitationsstudie zum Thema beschäftigte sich theoretisch und empirisch mit qualifikatorischen und kulturellen Lern- und Bildungsanforderungen deutscher Expatriategruppen in transnationalen Unternehmen in China. 

Globalisierung und Transnationalisierung sind zentrale Phänomene der heutigen Arbeits- und Berufswelt. Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf Biografien, Identitätsentwicklungen, Anforderungen der Kompetenzentwicklung und Optionen lebenslangen Lernens. Auslandsentsendungen in die VR China, sei es als Kurz- oder Langzeitentsendung oder als nomadische Lebens- und Arbeitsformen, veranlassen eine ungeahnte Vielzahl an Bildungs- und Lernanforderungen. Die Individuen antworten darauf flexibel mit unterschiedlichen Lernaktivitäten. Die neuen kulturellen Formationen des Lernens haben komplexe individuelle und institutionelle Folgen für Konstitutionsprozesse des lebenslangen Lernens.

Notwendige Neujustierungen von Strukturen und Verankerungen lebenslangen Lernens lassen sich am Beispiel transnationaler Unternehmen aufzeigen. Es stellen sich folgende Fragen: Welche Veränderungen, welche Hybridbildungen erfahren, erdulden und gestalten Expatriates, wenn sie für längere Zeit in der Fremde arbeiten? Wie werden sie durch gestaltete Strukturen der Personalentwicklung und Weiterbildung unterstützt, um die Anforderungen zu bewältigen und sich individuell zu entfalten? Welche Rolle spielen dabei Bildung und Kultur?

Diese Studie entwickelt theoretisch einen interdisziplinären, insbesondere kulturtheoretischen, vor allem aber bildungstheoretisch und erwachsenenpädagogisch begründeten Betrachtungshorizont der Konzeptualisierung und empirischen Erfassung lebenslangen Lernens, spezifiziert für kulturdifferente Arbeitskontexte in der VR China.