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Analyse und Entwicklung nachhaltiger Transnationalisierungs- und Konstitutionsstrategien beruflicher Bildung und Weiterbildung mit dem Ziel der Etablierung einer Weiterbildungsakademie in Beijing, VR China

Leitung:               Prof. Dr. Steffi Robak, Prof. Dr. Julia Gillen

Bearbeitung:       Dr. Marius Herzog, M.A. Lisa Marie Lorenz, M.A. Eike Asche

Laufzeit:              Juni 2013 bis Mai 2016

Förderung:          Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ext. Partner:       Chinesisches Zentrum Hannover e.V., DEKRA Akademie GmbH 

 

Thematischer Schwerpunkt in wenigen Stichworten:

Das Ziel des BMBF-Verbundprojektes ist die Etablierung einer Weiterbildungsakademie in Peking. Das IFBE untersucht den Konstitutionsprozess der Weiterbildungsakademie und damit verbundene Transnationalisierungsstrategien auf institutioneller Ebene sowie auf der didaktischen Ebene von Lehr-Lern-Prozessen. Gelingensbedingungen und Hemmnisse werden analysiert, wissenschaftlich systematisiert und mit Hilfe von Handreichungen transferfähig operationalisiert.

 

 

Ausführliche Beschreibung des Projekts

Berufliche Bildung und Weiterbildung gelten weltweit als zentraler Aspekt für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Der hohe Qualifizierungsbedarf von schätzungsweise 770 Mio. Menschen in China wird im Projekt EWA zum Ausgangspunkt genommen, einen „Berufsbildungsexport“ zu initiieren und umzusetzen. Es handelt sich hierbei um ein vom BMBF gefördertes Verbundprojekt in Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung, IfBE), der DEKRA Akademie GmbH und dem Chinesischen Zentrum Hannover e.V. (CZH).

Ziel des Projekts ist die Gründung und Etablierung einer Weiterbildungsakademie in China, die inhaltlich durch die DEKRA Akademie und das CZH ausgestaltet wird. Hierbei werden zum einen vorhandene Angebote in den vier Inhaltsbereichen Umwelt, Logistik und Transport, Automotive sowie Gesundheit exportiert und zum anderen wird deren Weiterentwicklung angestrebt. Für die Programmplanung und Angebotsentwicklung bzw. -adaption führt das IfBE beginnend eine Bedarfsanalyse in den angegeben Bereichen durch, für die kulturspezifische Instrumente entwickelt werden.

Außerdem obliegt dem IfBE die wissenschaftliche Begleitung. So werden der Institutionalisierungsprozess der Akademie sowie die sich vollziehenden Transnationalisierungsprozesse und Konstitutionsstrategien untersucht. Hypothetisch wird angenommen, dass sich in der Transnationalisierung ein Spannungsverhältnis zwischen Standardisierung und Diversifikation aufspannt, welches die Akteure handelnd bearbeiten und ausbalancieren müssen. Zusätzlich werden Fragestellungen aus den Forschungsbereichen der Bedarfsforschung und Programmplanung, Didaktik der Lehr- und Lernprozesse, Netzwerke und Kooperationen sowie Weiterbildungssystementwicklung erforscht. Formativ evaluierend ist es hierbei die Aufgabe des IfBE Gelingensbedingungen und Hemmnisse der Etablierung einer Weiterbildungsakademie in China zu identifizieren.