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Qualitätsoffensive Lehrerbildung

DiversitAS ist im Rahmen von Dr. Isabel Sievers (Referentin) und Florian Grawan (Grundlagenvorlesung PLUS) vertreten.

 

(Der Text ist dem Zentrum für Lehrerbildung entnommen)

Insgesamt gingen 80 Vorhabenbeschreibungen aus 16 Bundesländern beim Projektträger ein und wurden durch ein Auswahlgremium – bestehend aus ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus der Hochschullehre, des Bundes und der Länder sowie der Studierendenschaft – begutachtet. 

Die Erarbeitung des Antrags der Leibniz Universität hat insgesamt ein Jahr in Anspruch genommen und wurde durch das ZfL unter Leitung von Frau Prof. Julia Gillen koordiniert. Im Rahmen einer regelmäßig tagenden Arbeitsgruppe (“Kerngruppe zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung“) haben sich weite Teile der hiesigen Lehrerbildung an der Antragsgestaltung beteiligt. Somit ist der Antrag ein echtes Gemeinschaftsprojekt der Lehrerbildung an der Leibniz Universität. 

 

Inhaltlich geht es um folgende Schwerpunkte:

Ziel des Gesamtprojektes ist die Förderung von Reflektierter Handlungsfähigkeit als berufsbiographische Schlüsselkompetenz für erfolgreiches Lehrerhandeln. Das Konzept der reflektierten Handlungsfähigkeit ist professionstheoretisch hergeleitet und verbindet strukturtheoretische mit kompetenztheoretischen Ansätzen. 

Zur Zielerreichung wurden vier konkrete Teilmaßnahmen erarbeitet:

a)  Lehrer/in werden von Anfang an:

Vor dem Hintergrund polyvalenter Bachelorstudiengänge ist die Vermittlung von Lehramtszugehörigkeit und das Verständnis für die innere Logik des Lehramtsstudiums essentiell. Hierzu wird eine lehramtsspezifische Studieneingangsphase entwickelt. 

b)  Diversitätssensibilität im inklusiven Kontext:

Die Teilmaßnahme zielt auf einen generellen Perspektivwechsel hin zu einer professionalisierten Sensibilität für die Diversität von Lernenden und zum konstruktiven Umgang mit Diversität in pädagogischen Kontexten. 

c)  Didaktisch strukturierte Fachwissenschaft:

Durch die Zusammenarbeit von Fachwissenschaft und Fachdidaktik wird eine adressatenorientierte Verbesserung komplexer fachwissenschaftlicher Lehrveranstaltungen angestrebt. Ziel ist die Vermittlung der jeweiligen Fachlogik und die Reduzierung der besonders im MINT-Bereich hohen Studienaustrittsquoten. 

d)  Virtuelle Hospitation: Lehr-Lernsituationen multimedial erfahren und erproben

Mittels einer theoriegeleitete Auseinandersetzung mit multimedial präsentierten Lehr-Lern-Situationen wird eine Verbesserung des von studentischer Seite oft als unzureichend empfundenen Praxisbezugs ermöglicht.

Insgesamt bieten die im Antrag entworfenen Maßnahmen zeitgemäße Antworten auf wichtige Handlungsfelder der Hannoverschen Lehrerbildung. Sie tragen zudem entscheidend bei zum Ziel der Hochschulleitung, die Lehrerbildung als einen Schwerpunkt der Leibniz Universität sowohl in der Innenwahrnehmung als auch in der Außenwahrnehmung zu stärken.“ (Entwicklungsplanung 2018 der Leibniz Universität Hannover, S. 21)

 

Weitere Beschreibungen finden Sie auf der Website zum Leibniz-Prinzip.

Auch der gemeinsame Antrag der Leibniz Universität und der Universität Osnabrück zur Struktur- und Organisationsentwicklung der Lehrerbildung für berufsbildende Schulen im gewerblich-technischen Bereich („Plan C“) wurde zur Förderung empfohlen.